NEWSLETTER


Archiv


USCHI GRIESHABER

FORUM SOZIALSTATION online - Nachrichten aus der Pflege

05.06.2012

Studie über ambulante Palliativversorgung im ländlichen Raum

(jf) Die bayerische Staatsregierung will die Versorgung schwerstkranker Patienten mit komplexen Beschwerden weiter ausbauen und verbessern. Die Universität Augsburg wird im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums in einer Studie die Rahmenbedingungen für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) untersuchen. Das Ministerium förderte bereits 2011 die bundesweit erste sozialwissenschaftliche Begleitstudie zur Wirksamkeit und Qualitätssicherung in der SAPV-Praxis. Danach können auch Schwerstkranke bis zu ihrem Tod zu Hause bleiben, falls sie dies wünschen. Durch den Einsatz von SAPV-Teams konnten Krankenhauseinweisungen bei 84 Prozent und Notarzteinsätze bei 97 Prozent der Patienten vermieden werden.

 

In der Folgestudie soll nun ermittelt werden, welche besonderen Herausforderungen sich im Flächenstaat Bayern für die SAPV im ländlichen Raum stellen. Zudem soll die Vernetzung der SAPV-Teams erforscht werden, insbesondere mit der Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung, die durch Hausärzte, ambulante Pflegedienste und ambulante Hospizdienste geleistet wird und die für Palliativpatienten ohne komplexen Versorgungsbedarf in Betracht kommt. Das Gesundheitsministerium fördert die Folge-Untersuchung mit 90.000 Euro. Ein weiterer Geldgeber ist die Paula-Kubitscheck-Vogel-Stiftung. Erste Ergebnisse sind Ende 2013 zu erwarten.

 

Bayern fördert den Aufbau Spezialisierter Ambulanter Palliativ-Teams seit 2010 mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 15.000 Euro pro Team. 100.000 Euro stehen jährlich bereit, um den flächendeckenden Aufbau dieser SAPV-Teams voranzubringen. Inzwischen kümmern sich bereits 19 SAPV-Teams um die speziellen Belange der Patientinnen und Patienten. SAPV-Teams gibt es derzeit in Erding, Ingolstadt, Mühldorf am Inn, München (zwei Teams), Rosenheim, Taufkirchen, Dachau, Weilheim-Schongau, Landshut, Straubing, Regensburg, Bamberg, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Würzburg, Augsburg und Kempten. Weitere Teams sollen folgen.

 



© GRIESHABER Redaktion + Medien, Bonn
 <- zurückblättern

Aktuelle Downloads

 

EXPERTEN-

INITIATIVE

Strukturreform

PFLEGE + TEILHABE

DOWNLOAD

 

 

 

NEUER PFLEGE-

BEDÜRFTIGKEITS-BEGRIFF

Bericht Expertenbeirat

27. Juni 2013

DOWNLOAD